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ETF-Investments

Wie entstehen Anlageentscheidungen bei einem ETF?

Ein ETF folgt festen Regeln

Ein ETF (Exchange Traded Fund) investiert nicht aufgrund einzelner Anlageentscheidungen eines Fondsmanagers. Stattdessen bildet er einen bestehenden Index möglichst genau nach.

Welche Unternehmen gekauft werden und in welcher Gewichtung sie im Fonds enthalten sind, ergibt sich aus den Regeln des jeweiligen Index. Verändert sich die Zusammensetzung des Index, wird auch der ETF entsprechend angepasst.

Der Fondsmanager entscheidet daher nicht, welches Unternehmen besonders attraktiv erscheint. Seine Aufgabe besteht darin, den zugrunde liegenden Index möglichst genau abzubilden.

👉 Bei einem ETF treffen nicht Menschen die Anlageentscheidungen, sondern ein vorher festgelegtes Regelwerk.

Wer bestimmt die Gewichtung?

Viele bekannte Aktienindizes gewichten Unternehmen nach ihrem Börsenwert. Je höher der Marktwert eines Unternehmens ist, desto größer ist in der Regel auch sein Anteil im Index.

Steigt der Börsenwert eines Unternehmens im Vergleich zu anderen Unternehmen, wächst seine Gewichtung automatisch. Sinkt er, wird sein Anteil entsprechend kleiner.

Ein ETF übernimmt diese Gewichtung unverändert.

Dadurch fließt neues Kapital automatisch in diejenigen Unternehmen, die nach den Regeln des jeweiligen Index stärker berücksichtigt werden.

👉 Die Zusammensetzung eines ETFs ergibt sich aus den Regeln des zugrunde liegenden Index.

Ein ETF bewertet Unternehmen nicht

Ein ETF untersucht nicht, ob ein Unternehmen günstig oder teuer bewertet ist. Ebenso wenig entscheidet er, ob sich die wirtschaftlichen Aussichten verbessert oder verschlechtert haben.

Solche Einschätzungen gehören nicht zum Investmentprozess eines ETFs. Er folgt ausschließlich den Regeln des Index, den er abbildet.

Gerade diese konsequente Regelgebundenheit ist für viele Anleger ein wesentlicher Vorteil. Persönliche Einschätzungen oder emotionale Entscheidungen spielen dabei keine Rolle.

👉 Ein ETF folgt seinem Regelwerk – unabhängig davon, wie einzelne Unternehmen bewertet werden.

Ein klarer und nachvollziehbarer Investmentansatz

Der große Vorteil eines ETFs liegt in seiner Transparenz. Anleger können jederzeit nachvollziehen, welchen Index der Fonds abbildet und nach welchen Regeln investiert wird.

Dadurch entsteht ein Investmentansatz, der einfach verständlich, breit diversifiziert und in vielen Marktsegmenten kostengünstig umgesetzt werden kann.

Aus diesem Grund haben ETFs in den vergangenen Jahren für viele Anleger an Bedeutung gewonnen.

👉 ETFs bieten einen klar definierten und leicht nachvollziehbaren Investmentprozess.

Unser Verständnis

ETFs sind für uns weder grundsätzlich die bessere noch die schlechtere Lösung. Sie verfolgen einen klar definierten Investmentansatz, der für bestimmte Aufgaben innerhalb einer Vermögensstruktur sinnvoll eingesetzt werden kann.

Ob dieser Ansatz zur jeweiligen Zielsetzung passt, hängt nicht vom ETF selbst ab, sondern von den persönlichen Zielen des Anlegers und der Aufgabe, die das Investment innerhalb des Gesamtvermögens erfüllen soll.

Deshalb betrachten wir ETFs nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit der gesamten Vermögensstruktur.

👉 Nicht jedes Investment verfolgt dieselbe Aufgabe – deshalb gibt es auch nicht nur einen richtigen Investmentansatz.

Möchten Sie auch den aktiven Investmentansatz kennenlernen?

Neben ETFs gibt es Investmentfonds, bei denen die Auswahl der Unternehmen nicht durch ein Regelwerk erfolgt, sondern durch Fondsmanager, die Unternehmen analysieren und Anlageentscheidungen bewusst treffen.

Wie dieser Investmentprozess funktioniert und welche Überlegungen dahinterstehen, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

👉 Lernen Sie den Investmentansatz aktiv gemanagter Fonds kennen.